Empfehlungs-Feed: was dein Feed lernt
Über diese App
Ein Kurzvideo-Feed als Modell: Verweildauer, Likes und Wiederholen werden zum Signal, das Interessenprofil lernt, Kandidaten werden sortiert. Mit dem Schieber „Ausprobieren“ siehst du, wie ein Feed, der nur ausnutzt, auf ein Thema schrumpft, und wie Suchen, Zurücksetzen und Ausprobieren ihn wieder weiten.
Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.
Signale, Profil, Ranking
Ein Kurzvideo-Feed beobachtet, wie du auf jedes Video reagierst: wie lange du hinschaust, ob du es likest, ob du es noch einmal ansiehst. Diese Signale fließen in ein Interessenprofil. Für das nächste Video wählt das System zuerst Kandidaten aus einem großen Bestand und sortiert sie dann nach der Bindung, die es vorhersagt. Dieser zweistufige Aufbau aus Kandidatenauswahl und Ranking ist in Fachveröffentlichungen beschrieben. Welche Signale wie stark zählen, halten die Anbieter geheim; die Verweildauer fällt aber bei jedem Video an, auch ohne einen einzigen Klick.
Was die App zeigt
Ein Handy mit einem simulierten Feed aus sechs Themen, darunter die drei Signale als Balken. Daneben zwölf Kandidaten und das Ranking, rechts das Interessenprofil als Netz und gestrichelt der echte Geschmack der simulierten Person. Der Verlauf zeigt die letzten Videos als Kacheln und die Vielfalt, also wie viele Themen in den letzten 20 Videos effektiv vorkommen. Gewichte und Reaktionen sind ein vereinfachtes Modell, keine Nachbildung einer bestimmten App.
Selbst ausprobieren
Stelle „Ausprobieren“ auf 0 % und lass den Feed schnell laufen: Nach wenigen Videos zeigt er fast nur noch ein Thema, die Vielfalt fällt auf 1. Suche dann selbst nach einem anderen Thema, setze das Profil zurück und erlaube 30 % Ausprobieren. Vergleiche die drei simulierten Personen: Wer auf nichts stark reagiert, bekommt einen bunteren Feed als jemand mit einem klaren Lieblingsthema.
Häufige Fragen
- Woher weiß ein Feed, was mir gefällt?
- Aus deinem Verhalten: wie lange du ein Video ansiehst, ob du es likest, teilst, kommentierst oder wiederholst und welche Videos du schnell wegwischst. Diese Signale fließen in ein Interessenprofil. Ein Feed braucht dafür keine Klicks; schon die Verweildauer verrät viel.
- Was ist der Unterschied zwischen Ausnutzen und Ausprobieren?
- Ausnutzen heißt, das zu zeigen, was nach dem bisherigen Profil am besten ankommt. Ausprobieren heißt, bewusst etwas anderes zu zeigen, um Neues über die Person zu lernen. Ein System, das nur ausnutzt, lernt über die übrigen Themen nichts mehr und wird enger.
- Kann ich einen Feed ohne Algorithmus bekommen?
- Sehr große Plattformen müssen in der EU nach dem Digital Services Act (Artikel 38) mindestens eine Feed-Option anbieten, die nicht auf Profilbildung beruht. Die Bundesregierung will laut Eckpunkten vom 14. Oktober 2026 erreichen, dass Empfehlungssysteme standardmäßig ausgeschaltet sind.
- Was kann ich in dieser App ausprobieren?
- Du wischst durch einen simulierten Feed, siehst die Signale jedes Videos, das Ranking der Kandidaten und wie das Interessenprofil wächst. Mit dem Schieber „Ausprobieren“, einer Suche und dem Zurücksetzen des Profils steuerst du, wie vielfältig der Feed bleibt.
Fach: Film & Medien
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