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Massentierhaltung — Platz pro Tier (3D)

Über diese App

Stallbucht im Schnitt für Mastschwein und Masthuhn über die fünf Haltungsformen von Stall bis Bio: Fläche pro Tier maßstäblich neben Badematte bzw. DIN-A4-Blatt, Tierzahl je Bucht, Auslauf und die Folgen für Gülle, Futter und Tierzahl je Fläche. Alle Werte mit Quelle aus TierSchNutztV, Kennzeichnungsgesetz und EU-Öko-Verordnung.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Was die Haltungsform festlegt

Die Haltungsform bestimmt, wie viel Bodenfläche ein Tier hat, welches Klima es erlebt und ob es nach draußen kann. Die unterste Stufe ist die gesetzliche Mindesthaltung nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung: 0,75 m² für ein Mastschwein von 50 bis 110 kg und höchstens 39 kg Lebendgewicht je Quadratmeter bei Masthühnern. Darüber folgen Stall+Platz, Frischluftstall, Auslauf/Weide und Bio. So heißen die Stufen im Tierhaltungskennzeichnungsgesetz und in der Handelskennzeichnung „Haltungsform“. „Massentierhaltung“ selbst ist kein Rechtsbegriff; das Immissionsschutzrecht kennt aber Größenschwellen, ab denen ein Stall ein förmliches Genehmigungsverfahren braucht.

Was die App zeigt

Eine Stallbucht im Schnitt, maßstabsgetreu: 15 m² für Mastschweine oder ein 2,4 m² großer Ausschnitt eines Hähnchenstalls. Ein Tier ist markiert, die farbige Fläche darunter ist sein Anteil am Stallboden. Daneben liegt ein Alltagsgegenstand, beim Schwein eine Badematte von 70 × 120 cm, beim Huhn ein DIN-A4-Blatt. Beim Wechsel der Stufe ordnen sich die Tiere neu, die Fläche wächst, Außenklima und Auslauf erscheinen. Das Panel „Folgen“ zeigt, wie viele Tiere auf 100 m² Stallboden stehen und wie sich Gülle und Futterbedarf je Quadratmeter verändern.

Selbst ausprobieren

Lege in Stufe 1 die Badematte unter das markierte Schwein: Seine 0,75 m² sind etwas kleiner als die Matte. Wechsle zum Masthuhn und vergleiche die rund 513 cm² mit dem A4-Blatt. Gehe dann die Stufen durch und beobachte, wie die Zahl der Tiere in derselben Bucht sinkt. In Bio kommt beim Huhn ein Auslauf von mindestens 4 m² je Tier dazu, der maßstäblich eingezeichnet ist.

Häufige Fragen

Wie viel Platz hat ein Mastschwein in Deutschland mindestens?
Nach § 29 der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung braucht ein Mastschwein mit über 50 bis 110 kg mindestens 0,75 m² uneingeschränkt nutzbare Bodenfläche, über 110 kg sind es 1,0 m². In der Stufe Stall+Platz sind es 0,844 m², in Bio nach EU-Öko-Recht 1,3 m² im Stall und 1,0 m² Auslauf für Tiere bis 110 kg.
Wie viel Platz hat ein Masthuhn?
Die Verordnung begrenzt die Besatzdichte auf höchstens 39 kg Lebendgewicht je Quadratmeter. Bei einem Endgewicht von 2 kg sind das rund 19,5 Tiere je Quadratmeter oder etwa 513 cm² je Tier, weniger als ein DIN-A4-Blatt mit 623,7 cm². In Bio gelten höchstens 21 kg je Quadratmeter und mindestens 4 m² Auslauf je Tier.
Ist Massentierhaltung ein Rechtsbegriff?
Nein, kein deutsches Gesetz definiert Massentierhaltung. Geregelt sind Mindestflächen je Tier und Genehmigungsschwellen: Ab 2.000 Mastschweineplätzen oder 40.000 Mastgeflügelplätzen braucht ein Stall nach der 4. BImSchV eine Genehmigung im förmlichen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung.
Woher stammen die Zahlen in der App?
Die Flächen stammen aus der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, dem Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, den Kriterien der Haltungsform und der EU-Öko-Durchführungsverordnung 2020/464. Beim Huhn ist die Fläche aus kg je Quadratmeter umgerechnet, mit 2 kg Endgewicht. Die Deutschland-Zahlen kommen von Destatis, Umweltbundesamt und BVL.

Fach: Geographie & Erdkunde

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