Gefährdungsbeurteilung Werkhalle (3D)
Über diese App
Neun versteckte Gefährdungen in einer Werkhalle finden, in der Risikomatrix bewerten und nach STOP beseitigen: Der Punkt wandert aufs Restrisiko, die Halle verändert sich sichtbar. Am Ende steht die Gefährdungsbeurteilung als Unterweisungsnachweis.
Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.
Was eine Gefährdungsbeurteilung ist
Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz beurteilt der Arbeitgeber, welche Gefährdungen bei der Arbeit entstehen, und legt Maßnahmen fest. § 4 gibt die Rangfolge vor, die als STOP bekannt ist: Substitution vor technischen, technische vor organisatorischen Maßnahmen, persönliche Schutzausrüstung zuletzt. § 3 verlangt, die Wirksamkeit zu prüfen, § 6 die Dokumentation. Die Beurteilung ist zugleich Grundlage der Unterweisung nach § 12 ArbSchG, die nach DGUV Vorschrift 1 mindestens einmal jährlich stattfindet und dokumentiert wird.
Was die App zeigt
Eine Werkhalle in 3D mit neun versteckten Gefährdungen: Stapler-Kreuzung, überladenes Regal, Drehmaschine ohne Schutzhaube, Kabel im Gang, laute Presse, Kanister ohne Etikett, Leiter mit fehlender Sprosse, verstellter Notausgang und eine offene Kante an der 3 m hohen Lagerbühne. Jeder Fund kommt in eine Risikomatrix 4 × 4 aus Schwere und Wahrscheinlichkeit, in Anlehnung an Nohl. Wählt man Maßnahmen, wandert der Punkt aufs Restrisiko, und in der Halle erscheinen Geländer, Spiegel oder Haube.
Selbst ausprobieren
Suche die Gefährdungen selbst oder lass dir die Zone zeigen. Gib an der Stapler-Kreuzung nur persönliche Schutzausrüstung vor und sieh, dass der Punkt auf hoch stehen bleibt; mit technischer und organisatorischer Maßnahme sinkt er auf gering. An der Absturzkante bleibt die Schwere auch mit Geländer gleich, nur die Wahrscheinlichkeit sinkt. Am Ende steht die Beurteilung als Tabelle mit Unterweisungsnachweis: vorher vier hohe Risiken, nachher keines.
Häufige Fragen
- Was bedeutet das STOP-Prinzip im Arbeitsschutz?
- STOP steht für Substitution, technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen, in dieser Reihenfolge. Es leitet sich aus § 4 ArbSchG ab: Individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig gegenüber Maßnahmen, die die Gefahr an der Quelle verringern.
- Muss eine Gefährdungsbeurteilung dokumentiert werden?
- Ja. § 6 ArbSchG verlangt Unterlagen, aus denen das Ergebnis der Beurteilung, die festgelegten Maßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung hervorgehen. Sie sind zugleich Grundlage der jährlichen Unterweisung.
- Wie funktioniert eine Risikomatrix nach Nohl?
- Schwere und Wahrscheinlichkeit werden je in Stufen eingeschätzt und kombiniert. In der App ergibt Schwere + Wahrscheinlichkeit − 1 eine Kennzahl von 1 bis 7: 1–3 gering, 4–5 mittel, 6–7 hoch. Die Einstufung bleibt eine begründete Einschätzung.
- Was kann ich in der App ausprobieren?
- Neun Gefährdungen in der 3D-Halle suchen, sie in der Matrix bewerten, Maßnahmen nach STOP einzeln an- und abschalten, das Restrisiko vergleichen und die fertige Gefährdungsbeurteilung mit Unterweisungsnachweis ansehen.
Fach: Betriebliche Weiterbildung
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