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IceCube: ein Teleskop aus Eis (3D)

Über diese App

Der Neutrino-Detektor am Südpol zum Drehen: 86 Trossen mit 5160 Lichtsensoren in 1450 bis 2450 Metern Tiefe. Ein Myon zieht einen Tscherenkow-Lichtkegel durchs Eis, die Sensoren leuchten nacheinander auf, und aus den Ankunftszeiten folgt die Richtung. Dazu Spur gegen Kaskade und die Erde als Filter.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Worum es geht

IceCube ist ein Neutrino-Observatorium im Eis des Südpols, fertiggestellt im Dezember 2010. An 86 Trossen hängen 5160 optische Module zwischen 1450 und 2450 Metern Tiefe und überwachen einen Kubikkilometer klares Eis. Stößt ein Neutrino mit einem Atomkern zusammen, entstehen geladene Teilchen, die schneller sind als Licht im Eis und Tscherenkow-Licht aussenden. Für das Konzept und die Entdeckung hochenergetischer Neutrinos aus dem All erhielt Francis Halzen den Physik-Nobelpreis 2026.

Was die App zeigt

Ein drehbares Modell zeigt Oberfläche, Kabel, Trossen, Module und DeepCore in der Mitte, dazu eine Tiefenachse. Bei einer Spur zieht ein Myon einen Lichtkegel durchs Eis, die Module leuchten nacheinander auf und lassen sich nach Ankunftszeit färben. Daraus wird die Richtung rekonstruiert, bei Spuren auf etwa ein Grad. Eine Kaskade leuchtet dagegen fast kugelförmig, ihre Richtung ist nur grob bekannt. Das Szenario Erde als Filter zeigt, warum von unten nur Neutrinos kommen.

Selbst ausprobieren

Dreh den Eisblock, wechsle zwischen der Ansicht ab Oberfläche und der Seitenansicht und lass eine Spur ablaufen. Schalte die Zeitfarben ein: Frühe Treffer liegen am Anfang der Spur, späte am Ende. Vergleiche eine Spur von unten mit einer von oben und eine Spur mit einer Kaskade. Im Panel Messwerte stehen getroffene Module, die Zeit seit dem ersten Treffer und die Kenndaten des Detektors. Gitter und Lichtwege sind vereinfacht.

Häufige Fragen

Wie funktioniert der IceCube-Detektor?
IceCube misst kein Neutrino direkt. Trifft ein Neutrino einen Atomkern im Eis, entsteht etwa ein Myon, das schneller als Licht im Eis fliegt und Tscherenkow-Licht abstrahlt. 5160 Lichtsensoren an 86 Trossen messen, wann und wie viel Licht ankommt. Daraus folgen Richtung und Energie.
Warum steht IceCube im Eis am Südpol?
Neutrinos reagieren so selten, dass man ein riesiges, durchsichtiges und dunkles Volumen braucht. Das Eis am Südpol ist in großer Tiefe sehr klar, fast drei Kilometer dick und schirmt Tageslicht ab. Ein Kubikkilometer davon wird so zum Teleskop.
Warum schaut IceCube nach unten?
Von oben treffen rund 3000 Myonen pro Sekunde aus Luftschauern ein, auf etwa eine Million kommt ein Neutrino. Durch die Erde kommen nur Neutrinos, alle anderen Teilchen bleiben stecken. Ereignisse von unten stammen deshalb sicher von Neutrinos.
Was kann ich in der IceCube-App ausprobieren?
Du drehst den Detektor, lässt Spuren und Kaskaden ablaufen, färbst die Treffer nach Ankunftszeit, rekonstruierst die Richtung und vergleichst Ereignisse von unten und von oben. Ein zweites Szenario zeigt die Erde als Filter.

Fach: Physik

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