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Risikotragfähigkeit — Verlustverteilung

Über diese App

G&V-Verteilung mit Quantilen, erwartetem Ergebnis, VaR und CVaR — gegen das Risikodeckungspotenzial als Messlatte. Konfidenzniveau und Tail-Schwere machen den ICAAP anfassbar.

Risikotragfähigkeit im ICAAP

Im ICAAP prüft eine Bank, ob ihr Kapital die Risiken trägt. Grundlage ist die Verteilung des Gewinn-und-Verlust-Ergebnisses über einen Risikohorizont. Der Value at Risk (VaR) misst den unerwarteten Verlust bis zu einem Quantil, in der ökonomischen Perspektive häufig bei 99,9 %. Der Conditional Value at Risk (CVaR, Expected Shortfall) ist der durchschnittliche Verlust jenseits dieses Quantils und daher immer mindestens so groß wie der VaR. Tragfähig ist die Bank, solange der Kapitalbedarf in das Risikodeckungspotenzial (RDP) passt.

Was die App zeigt

Die Kurve zeigt die G&V-Dichte in Mio. €: rechts den Gewinn-Gipfel des Normalbetriebs, links einen langen Verlust-Tail. Eine gestrichelte Linie markiert den erwarteten P&L, eine durchgezogene das gewählte Quantil, dünne Linien die übrigen Quantile (95 %, 99 %, 99,9 %). Pfeile messen VaR und CVaR, der Tail jenseits des Quantils ist schraffiert, eine Kontrastlinie markiert das RDP. Eine Ampel urteilt: grün, wenn VaR und CVaR ins RDP passen, gelb, wenn nur der VaR passt, rot, wenn der VaR das RDP übersteigt. Das Modell ist eine Mischung aus Normal- und gespiegelter Lognormalverteilung.

Selbst ausprobieren

Wechsle zwischen 95 %, 99 % und 99,9 % Konfidenz und beobachte, wie weit das Quantil nach links wandert. Zieh dann die Tail-Schwere hoch: Das Quantil bewegt sich nur moderat, der CVaR aber deutlich, und die Ampel kann auf Gelb springen, obwohl sich der VaR kaum ändert. Die Differenz CVaR − VaR im Werte-Panel macht das sichtbar. Mit Ertragskraft, Volatilität und RDP prüfst du, wie viel Puffer die Bank hat.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen VaR und CVaR?
Der Value at Risk ist ein Quantil: Er gibt an, welcher Verlust mit einer gewählten Wahrscheinlichkeit, etwa 99,9 %, nicht überschritten wird. Der CVaR oder Expected Shortfall ist der Durchschnitt aller Verluste, die über dieses Quantil hinausgehen. Er berücksichtigt also, wie schwer die seltenen Extremverluste sind, und ist immer mindestens so groß wie der VaR.
Was bedeutet Risikotragfähigkeit bei Banken?
Risikotragfähigkeit heißt, dass das verfügbare Risikodeckungspotenzial einer Bank ausreicht, um die gemessenen Risiken zu tragen. Banken weisen das im ICAAP nach und vergleichen dazu Risikokennzahlen wie den VaR mit ihrem Kapital. Die Auslastung ist das Verhältnis von Kapitalbedarf zu Risikodeckungspotenzial.
Warum reicht ein hohes Konfidenzniveau beim VaR nicht aus?
Der VaR sagt nur, wo das Quantil liegt, aber nichts darüber, wie groß die Verluste dahinter sind. Bei einem dicken Verlust-Tail können die Verluste jenseits des Quantils viel größer ausfallen, als der VaR vermuten lässt. Deshalb ergänzt man ihn um den Expected Shortfall.
Was kann ich in der Risikotragfähigkeits-App einstellen?
Du wählst das Konfidenzniveau (95 %, 99 % oder 99,9 %) und stellst Ertragskraft, Volatilität, Tail-Schwere und Risikodeckungspotenzial per Regler ein. Die App zeigt erwarteten P&L, VaR, CVaR, ihre Differenz, die Auslastung und eine Ampel zur Tragfähigkeit.

Fach: Financial Risk & Analytics

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