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Bergwerk durch die Zeit (3D)

Über diese App

Vom Schlägel bis zum Walzenlader: Schacht, Stollen, Wetter und Wasserhaltung im Gebirgsschnitt, mit Einfahrt.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Was ein Bergwerk ausmacht

Bergbau holt Bodenschätze wie Erz und Kohle aus der Tiefe. Dafür braucht es mehr als Graben: Schächte und Stollen erschließen die Lagerstätte, Ausbau aus Holz, Stahl und später Hydraulik hält die Hohlräume offen, die Bewetterung bringt Frischluft und trägt Grubengas fort, die Wasserhaltung hebt zufließendes Wasser, und die Förderung bringt das Gewonnene nach oben. Mit der Tiefe steigt die Gebirgstemperatur um etwa 3 °C je 100 Meter; in 1.200 Metern hat das Gestein über 40 °C.

Was die App zeigt

Ein typisiertes Bergwerk als 3D-Gebirgsschnitt: links ein Erzgang im Bergland mit Stollen, rechts Steinkohlenflöze unter dem Deckgebirge. Eine Zeitachse führt durch fünf Epochen der Abbautechnik – Schlägel und Eisen, Feuersetzen, Sprengen, Abbauhammer sowie Walzenlader und Hobel – jeweils mit Schacht, Sohlen und einem Arbeitsort als Schnittmodell. Pfeile zeigen den Wetterstrom, eine Anzeige Teufe, Gebirgstemperatur, Luftdruck und Gebirgsdruck. Gas- und Wasserwerte sind Modellwerte im Zeitraffer.

Was du ausprobierst

Starte die Einfahrt und beobachte, wie Teufe und Temperatur steigen, bis du am Streb in über 1.000 Metern ankommst. Schalte die Bewetterung ab und sieh, wie sich Methan im Streb bis in den explosiblen Bereich sammelt. Schalte die Pumpen ab, und die tiefste Sohle säuft ab – nur im mittelalterlichen Bergwerk läuft das Wasser durch den Stollen von selbst ab. Tippe in den Schnitt, um an jeder Stelle die Temperatur zu messen.

Häufige Fragen

Warum wird es in einem Bergwerk mit der Tiefe wärmer?
Aus dem Erdinneren strömt ständig Wärme nach oben. Im Mittel steigt die Gesteinstemperatur deshalb um etwa 3 °C je 100 Meter, regional etwas mehr oder weniger. In tiefen Steinkohlengruben mit über 1.000 Metern Teufe hatte das Gestein mehr als 40 °C, die Luft musste gekühlt werden.
Warum ist Grubengas gefährlich?
Grubengas ist vor allem Methan, das aus der Kohle strömt. Es ist unsichtbar und geruchlos. Zwischen etwa 4,4 und 16,5 Prozent in Luft ist es explosibel, ein Funke löst dann eine Schlagwetterexplosion aus. Ein starker Wetterstrom verdünnt das Gas und trägt es zum Wetterschacht.
Wozu braucht ein Bergwerk Pumpen?
In jedes Bergwerk sickert Grundwasser. Was über der Sohle eines Stollens liegt, kann durch ihn ins Tal ablaufen. Tiefer liegende Baue müssen gepumpt werden, früher mit Wasserrädern und Dampfmaschinen, später elektrisch. Fallen die Pumpen aus, läuft die tiefste Sohle voll.
Ist das das Bergwerk aus dem Deutschen Museum?
Nein. Die App ist ein eigenes, typisiertes Lehrmodell und keine Nachbildung der Anlage im Deutschen Museum. Das Bergwerk im Untergeschoss des Museums ist im Zuge der Sanierung geschlossen; ob und wie es zurückkehrt, war zuletzt offen.

Fach: Physik-Experimente (Deutsches Museum)

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