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Grabhügel im Schnitt (3D)

Über diese App

Ein bronzezeitlicher Grabhügel wächst über 3500 Jahre: Zentralgrab, Hügel, zwei Nachbestattungen, Raubtrichter, Pflug. Ein Viertel ist herausgeschnitten — die Reihenfolge liest man an den Schnittkanten, nicht an der Tiefe. Mit Harris-Matrix zum Selbstordnen.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Ein Hügel, viele Generationen

Grabhügel der Bronze- und Hallstattzeit sind selten nur ein Grab. Zuerst entsteht das Zentralgrab, oft eine Holzkammer mit Steinpackung, darüber wird der Hügel aufgeschüttet. Jahrhunderte später graben Menschen neue Gräber von oben hinein, die Nachbestattungen. Grabräuber suchen das reiche Zentralgrab, und in der Neuzeit trägt der Pflug die Kuppe ab. Welche Schicht älter ist, verrät die Schneidungsregel: Was eine Schicht schneidet, ist jünger als diese. Die Lagerungsregel, nach der oben jünger ist, gilt nur, solange niemand gegraben hat.

Was die App zeigt

Ein Bodenblock mit einem typisierten Grabhügel, wie man ihn auf der Mittleren Schwäbischen Alb findet, kein realer Fundort. Ein Viertel ist herausgeschnitten, die beiden Schnittwände sind Profile wie in einer archäologischen Zeichnung: Albkalk, Lehm, die alte Oberfläche als dunkles Band, zwei Hügelmäntel, Steinkranz, Zentralgrab mit Skelett und Beigaben, zwei Nachbestattungen, Raubtrichter und Pflugzone. Ein Zeitregler baut den Hügel in acht Schritten auf, von etwa 1600 v. Chr. bis zur Ausgrabung nach der Viertelmethode.

Selbst ausprobieren

Spiele die Geschichte ab und achte bei Nachbestattung 2 auf die Tiefe: Sie liegt tiefer als Nachbestattung 1 und ist trotzdem jünger. Verschiebe den Schnitt mit dem Griff und sieh, wie die Gräber aus dem Profil verschwinden. Lass mit der Tiefe ein waagrechtes Planum stehen. Im Panel Ordnen bringst du die fünf Befunde in die richtige Reihenfolge; die App prüft nach der Schneidungsregel und zeichnet die Harris-Matrix.

Häufige Fragen

Was besagt die Schneidungsregel in der Archäologie?
Die Schneidungsregel besagt: Ein Befund, der eine Schicht oder einen anderen Befund schneidet, ist jünger als das Geschnittene. Eine Grube, die durch eine Aufschüttung gegraben wurde, kann erst entstanden sein, als die Aufschüttung schon lag. Damit lässt sich eine Reihenfolge auch dann bestimmen, wenn ein jüngerer Befund tiefer liegt als ein älterer.
Was ist eine Harris-Matrix?
Eine Harris-Matrix ist ein Schaubild der stratigrafischen Abfolge einer Ausgrabung, benannt nach Edward C. Harris. Jedes Kästchen steht für eine Schicht oder einen Befund, jede Linie für eine Beobachtung wie „schneidet“ oder „überdeckt“. Das jüngste steht oben. So entsteht eine relative Chronologie ohne Jahreszahlen.
Was ist die Viertelmethode bei Grabhügeln?
Bei der Viertelmethode wird ein Grabhügel durch zwei Achsen in vier Viertel geteilt. Zwei gegenüberliegende Viertel werden abgetragen, die Stege dazwischen bleiben stehen. An ihren Wänden sieht und zeichnet man das Profil durch die Hügelmitte, bevor auch der Rest ausgegraben wird.
Was kann ich mit der App „Grabhügel im Schnitt“ machen?
Du baust einen typisierten Grabhügel in acht Zeitschritten auf, drehst den aufgeschnittenen Bodenblock in 3D, verschiebst Lage und Tiefe des Schnitts und tippst Befunde im Profil an. Im Panel Ordnen bringst du Zentralgrab, Mantel, zwei Nachbestattungen und Raubtrichter in die richtige Reihenfolge und bekommst eine Harris-Matrix.

Fach: Geschichte

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