PD-Masterskala
Über diese App
PD-Masterskala: Ratingklassen, ihre PD-Bänder und die Kalibrierung der Skala.
Worum es geht
Eine PD-Masterskala ordnet jeder Ratingklasse eine Ausfallwahrscheinlichkeit für ein Jahr zu. Banken nutzen sie, um die Ergebnisse verschiedener Ratingverfahren auf eine gemeinsame Skala abzubilden und Noten vergleichbar zu machen. Typisch wächst die PD von Klasse zu Klasse ungefähr um einen festen Faktor, also exponentiell. Auf einer logarithmischen Achse wird dieser Anstieg zu einer Geraden. Über die PD-Höhe lassen sich interne Noten grob externen Ratingstufen zuordnen.
Was die App zeigt
Die App zeigt die PD je Ratingklasse von der besten bis zur schlechtesten Klasse. Die aktive Skala erscheint als Balken, weitere zugeschaltete Skalen als Linien. Zur Auswahl stehen Skalen im Stil von BVR und DSGV sowie von S&P und Moody’s. Die Y-Achse lässt sich zwischen linear und logarithmisch umschalten. Für eine gewählte Klasse nennt das Panel die PD, den Rang und die vergleichbaren Stufen der anderen Skalen. Alle Werte sind illustrative Beispielwerte, keine offiziellen Skalen.
Selbst ausprobieren
Betrachte die Skala zuerst linear: Die PD bleibt lange flach und steigt erst bei den schlechten Klassen steil an. Schalte dann auf logarithmisch und prüfe, ob die Punkte annähernd auf einer Geraden liegen. Wähle eine Ratingklasse und schalte eine zweite Skala dazu, um zu sehen, welcher externen Stufe die gleiche PD ungefähr entspricht.
Häufige Fragen
- Was ist eine PD-Masterskala?
- Eine PD-Masterskala ist eine Tabelle, die jeder Ratingklasse eine Ausfallwahrscheinlichkeit, meist für ein Jahr, oder ein PD-Band zuordnet. Sie dient als gemeinsamer Maßstab für alle Ratingverfahren einer Bank. Dadurch werden Noten aus verschiedenen Kundensegmenten vergleichbar.
- Warum steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit über die Ratingklassen exponentiell?
- Masterskalen werden meist so konstruiert, dass die PD von Klasse zu Klasse um einen ungefähr konstanten Faktor zunimmt. So lassen sich sehr gute Bonitäten mit winzigen PDs genauso fein unterscheiden wie schwache mit hohen PDs. Auf einer logarithmischen Achse erscheint dieser Verlauf als Gerade.
- Wie ordnet man interne Ratings externen Ratings wie S&P zu?
- Eine gängige Methode ist der Vergleich über die Ausfallwahrscheinlichkeit: Einer internen Note wird die externe Stufe mit ähnlicher PD zugeordnet. Die Zuordnung ist näherungsweise, weil externe Ratings auf anderen Definitionen und Zeiträumen beruhen. Sie dient vor allem der Orientierung und dem Benchmarking.
- Sind die Werte in der PD-Masterskalen-App offizielle Skalen?
- Nein. Die App verwendet illustrative Beispielwerte, die sich an der Struktur der genannten Skalen orientieren. Sie zeigt das Prinzip des exponentiellen PD-Anstiegs und der Zuordnung über die PD, nicht die aktuellen Werte der Verbände oder Ratingagenturen.
Fach: Kreditrisiko
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