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Raumakustik (3D)
Über diese App
Ausstellungssaal in 3D mit zwei Hörstationen: Materialien für Boden, Decke und Wände bestimmen die Nachhallzeit nach Sabine und Eyring und den Hallradius. Die Bodenkarte zeigt, wo Station A gegen B vorne liegt oder wo der Direktschall den Nachhall überwiegt. Frühe Reflexionen laufen als Strahlen über Spiegelschallquellen, eine Impulsantwort und eine synthetische Hörprobe machen den Unterschied hörbar.
Häufige Fragen
- Wie berechnet man die Nachhallzeit nach Sabine?
- Nach Sabine gilt T = 0,161 s/m · V / A mit dem Raumvolumen V in m³ und der äquivalenten Absorptionsfläche A = Σ αᵢ · Sᵢ in m², also der Summe aus Fläche mal Absorptionsgrad aller Oberflächen. Die Nachhallzeit ist die Zeit, in der der Schallpegel nach dem Abschalten der Quelle um 60 dB fällt. Beispiel: Ein Saal mit 1000 m³ und A = 200 m² hat T ≈ 0,8 s.
- Wann rechnet man die Nachhallzeit nach Eyring statt nach Sabine?
- Die Eyring-Formel T = 0,161 s/m · V / (−S · ln(1 − ᾱ)) nutzt die Gesamtfläche S und den mittleren Absorptionsgrad ᾱ. Bei kleinem ᾱ liefern beide Formeln fast dasselbe; in stark gedämpften Räumen ergibt Sabine zu lange Nachhallzeiten, Eyring ist dort genauer. Beide setzen ein diffuses Schallfeld voraus, bei sehr ungleich verteilter Absorption weichen reale Räume von beiden ab.
- Welche Nachhallzeit ist für Sprache in einem Raum richtig?
- Das hängt vom Raumvolumen und der Nutzung ab. Die DIN 18041 gibt für Räume der Nutzungsart A2 (Sprache und Vortrag) als Sollwert T_soll = 0,37 · lg(V/m³) − 0,14 s an, bei 1000 m³ also knapp 1 s. Deutlich längere Nachhallzeiten lassen Silben verschwimmen; frühe Reflexionen bis etwa 50 ms nach dem Direktschall unterstützen dagegen die Sprachverständlichkeit.
- Was kann ich in dieser App ausprobieren?
- Du stellst in einem 3D-Ausstellungssaal Länge, Breite und Höhe sowie die Materialien von Boden, Decke und Wänden ein (etwa Beton, Glas, Parkett, Teppich, Akustikplatten, Vorhang, Publikum) und siehst Nachhallzeit nach Sabine und Eyring, Hallradius und den Richtwert nach DIN 18041. Zwei Hörstationen und ein Hörplatz lassen sich verschieben; die Bodenkarte zeigt, wo Station A gegen B vorne liegt und wo Direktschall oder Nachhall überwiegt. Frühe Reflexionen laufen als Strahlen über Spiegelschallquellen, eine Impulsantwort zeigt die ersten 300 ms, und eine synthetische Hörprobe (Klatschen, Silben) macht den Raum hörbar.
Fach: Architektur & Szenografie
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