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Roboterarm mit Gewicht — Haltemoment, Regelung, Kopplung (3D)

Über diese App

Die richtigen Winkel reichen nicht: Ein senkrechter Zwei-Glied-Arm mit Last muss gegen die Schwerkraft halten (Moment = Gewicht × Hebelarm), Trägheit beschleunigen und die Kopplung der Gelenke beherrschen. Sprungantworten mit P und D, derselbe Regler angezogen und ausgestreckt, schlenkernder Unterarm und Computed Torque — echte Dynamik, RK4 in Echtzeit.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Worum es geht

Ein Roboter kennt die Winkel, die er anfahren soll, doch damit steht der Arm noch nicht still. Jeder Motor muss gegen die Schwerkraft halten: Das Haltemoment ist Gewicht mal Hebelarm, also der waagrechte Abstand vom Gelenk zum Schwerpunkt. Waagrecht ausgestreckt ist es am größten, senkrecht null. Dazu kommt die Trägheit, die von der Stellung abhängt, und die Kopplung: Bewegt sich die Schulter schnell, wirkt am Ellbogen ein Moment. Ein einfacher Regler, der nur auf den Winkelfehler reagiert, hängt deshalb durch oder schwingt über.

Was die App zeigt

Ein senkrechter Arm mit Schulter, Ellbogen und Last im Greifer steht in einer 3D-Szene. Hebelarme, Schwerpunkte, Gewichtskräfte und Motormomente sind als Strecken, Pfeile und Momentbögen sichtbar, ein Panel rechnet das Haltemoment als Summe m·g·x vor. Die Bewegung wird mit der Bewegungsgleichung in Echtzeit berechnet. Vier Stationen führen von den Haltemomenten über die Sprungantwort eines PD-Reglers und den Einfluss der Stellung bis zur Kopplung und zum Regler mit Modell (Computed Torque).

Selbst ausprobieren

Stell den Arm waagrecht und senkrecht, zieh am Greifer und schalte die Motoren aus: Der Arm fällt. Probier in Station 2 einen zu schwachen, einen zu starken und einen gut gedämpften Regler. Vergleiche in Station 3 denselben Sprung am angezogenen und am ausgestreckten Arm mit 10 kg. Schwenk in Station 4 die Schulter einmal ohne und einmal mit Modell im Regler.

Häufige Fragen

Wie berechnet man das Haltemoment eines Roboterarms?
Jedes Teil des Arms und die Last erzeugen am Gelenk ein Moment aus Gewichtskraft m·g mal waagrechtem Abstand vom Gelenk zu ihrem Schwerpunkt. Die Summe ist das Haltemoment, das der Motor aufbringen muss. Es ist bei waagrecht ausgestrecktem Arm am größten und verschwindet, wenn der Schwerpunkt senkrecht über dem Gelenk liegt.
Warum hängt ein Roboterarm mit P- oder PD-Regler durch?
Ein P- oder PD-Regler erzeugt ein Moment nur proportional zum Winkelfehler. Um das Dauergewicht zu tragen, muss deshalb ein bleibender Fehler übrig bleiben: e = Haltemoment / K_P. Ein größeres K_P verkleinert ihn, macht den Arm ohne ausreichende Dämpfung aber schwingungsanfällig. Abhilfe schaffen eine Schwerkraftvorsteuerung oder ein I-Anteil (PID).
Was ist Computed Torque bei der Robotersteuerung?
Computed Torque ist ein modellbasiertes Regelverfahren: Der Regler berechnet mit der Bewegungsgleichung M(q)q̈ + C(q,q̇)q̇ + g(q) = τ, welches Moment jedes Gelenk für die geplante Bewegung braucht, einschließlich Schwerkraft, stellungsabhängiger Trägheit und Kopplung. Die Rückführung korrigiert nur noch kleine Modellfehler.
Was kann ich in der App „Roboterarm mit Gewicht“ ausprobieren?
Du stellst Stellung und Last ein, siehst Hebelarme und Haltemomente, schaltest die Motoren aus, fährst Sprungantworten mit wählbarer Stärke und Dämpfung und vergleichst die Kennzahlen Überschwingen, Einschwingzeit und bleibende Abweichung. Der Regler kann nichts, das Gewicht oder Gewicht und Schwung ausgleichen. Das Modell ist ein Lehrmodell mit zwei Gelenken.

Fach: Technische Mechanik

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