Zeiss-Planetarium (3D)
Über diese App
Das erste Projektionsplanetarium von 1923: Kuppel, Projektor und die Mars-Schleife 2027 am künstlichen Himmel.
Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.
Wie ein Projektionsplanetarium funktioniert
Walther Bauersfeld von Carl Zeiss in Jena hatte 1919 die Idee, den Sternhimmel von innen an eine feste Kuppel zu projizieren. Am 21. Oktober 1923 zeigte das Modell I seinen Himmel zum ersten Mal öffentlich im Deutschen Museum in München. In einer Fixsternkugel saßen 31 Teilprojektoren: Licht einer 500-Watt-Lampe fiel durch Metallplatten mit feinen Löchern, ein Objektiv bildete jedes Loch als Stern an der Kuppel ab, zusammen rund 4500 Sterne. Eigene Projektoren mit Getrieben zeigten Sonne, Mond und fünf Planeten. Dreht sich der Projektor um die Polachse, gehen die Sterne auf und unter, die Kuppel selbst steht still.
Was die App zeigt
Drei Ansichten: die Kuppel von 16 m im Schnitt mit Gestühl, Projektor und Lichtstrahlen von der Lampe zu den Sternen; der Besucherblick an die Kuppel mit Sternbildnamen, Milchstraße und Horizont; der Projektor in der Nahansicht mit Lampe, Lochplatten, Objektiven und Planetengerüst. Die Sterne stammen aus dem Yale Bright Star Catalogue (2887 Sterne bis 5,5 mag), die Planeten aus Kepler-Bahnelementen des JPL. Eine Draufsicht auf die Bahnen von Erde und Mars zeigt, wie die Blickrichtung von der Erde zum Mars wandert.
Was du ausprobierst
Stelle Datum und Uhrzeit ein und starte den Tageslauf: Der Himmel über München dreht sich um den Polarstern. Wähle eines der 31 Teilfelder und verfolge, welche Sterne sein Objektiv an die Kuppel wirft. Spiele die Mars-Schleife 2026/27 ab: Von Januar bis April 2027 läuft Mars scheinbar rückwärts durch Krebs und Löwe, mit der Opposition am 19. Februar 2027. Die Bahnen zeigen, dass die Erde den Mars dabei auf der Innenbahn überholt.
Häufige Fragen
- Wann wurde das erste Planetarium vorgeführt?
- Das erste Projektionsplanetarium, das Zeiss Modell I von Walther Bauersfeld, wurde am 21. Oktober 1923 im Deutschen Museum in München erstmals öffentlich gezeigt. Erprobt wurde es in einer 16-Meter-Kuppel auf dem Dach des Zeiss-Werks in Jena. Ab dem 7. Mai 1925 lief es in München regelmäßig.
- Warum läuft Mars manchmal rückwärts?
- Mars läuft nur scheinbar rückwärts. Die Erde umrundet die Sonne schneller und überholt Mars etwa alle 26 Monate auf der Innenbahn. Während des Überholens dreht sich die Blickrichtung von der Erde zum Mars kurz zurück, und Mars zieht vor den Sternen eine Schleife. Die Mitte der Schleife fällt auf die Opposition.
- Wie entstehen die Sterne in einem Planetarium?
- In klassischen Sternprojektoren ist jeder Stern ein kleines Loch in einer Metall- oder Glasplatte. Eine helle Lampe leuchtet hindurch, und ein Objektiv bildet die Löcher scharf an der Kuppel ab. Größere Löcher ergeben hellere Sterne. Mehrere solcher Teilprojektoren zusammen decken den ganzen Himmel ab.
- Wie genau sind Sterne und Planeten in der App?
- Die Sternpositionen stammen aus dem gemeinfreien Yale Bright Star Catalogue (J2000), die Planeten aus Kepler-Bahnelementen von E. M. Standish (JPL), gültig 1800 bis 2050; der Mond ist vereinfacht. Form und Maße des Projektors und die Lage seiner 31 Felder sind schematisch.
Fach: Physik-Experimente (Deutsches Museum)
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