Asch-Linien: Die Mehrheit irrt mit Absicht
Über diese App
Selbstversuch nach Solomon Asch: Sechs Personen am Tisch nennen in 8 von 12 Durchgängen einstimmig dieselbe falsche Linie, du antwortest zuletzt. Danach die Auflösung und ein Baukasten mit Aschs Messwerten: Größe der Mehrheit (1 bis 15), ein Verbündeter, der richtig antwortet (32 % fallen auf 5,5 %), laute oder verdeckte Antwort.
Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.
Das Konformitätsexperiment von Asch
Solomon Asch zeigte ab 1951 Studierenden eine Standardlinie und drei Vergleichslinien. Allein machten Menschen bei dieser Aufgabe weniger als 1 % Fehler. Im Raum saßen aber sieben bis neun Personen, und alle bis auf eine waren eingeweiht: In 12 von 18 Durchgängen nannten sie laut und einstimmig dieselbe falsche Linie. Die 123 echten Versuchspersonen folgten der falschen Mehrheit in 36,8 % dieser Antworten. Etwa ein Viertel blieb immer unabhängig, ein Drittel folgte in der Hälfte der Durchgänge oder öfter (Asch 1952, 1955).
Was die App zeigt
Am Tisch sitzen sechs gezeichnete Personen, darüber die Tafel mit den Linien. Im Selbstversuch antworten sie nacheinander, du bist zuletzt dran, und während du entscheidest, schauen alle zu dir. Nach zwölf Durchgängen kommt die Auflösung mit deinem Ergebnis neben Aschs Verteilung. Ein Diagramm zeigt Aschs Messpunkte: Mehrheit von eins fast ohne Wirkung, zwei 12,8 %, ab drei rund ein Drittel, größere Gruppen nicht stärker.
Selbst ausprobieren
Im Baukasten stellst du die eingeweihte Mehrheit von 1 bis 15 Personen ein, setzt einen Verbündeten auf Platz 4, der immer richtig antwortet, und lässt die Versuchsperson laut oder verdeckt antworten. Eine simulierte Person erlebt dann zwölf kritische Durchgänge. Mit Verbündetem fällt der Wert bei Asch von 32 auf 5,5 %. Die Wirkung der verdeckten Antwort ist ein angenommener Modellwert. Dein Selbstversuch bleibt in der Seite und wird nicht gespeichert.
Häufige Fragen
- Was zeigt das Asch-Experiment?
- Das Asch-Experiment zeigt, dass Menschen bei einer eindeutigen Aufgabe öffentlich einer einstimmigen, falschen Mehrheit folgen können. In Aschs Studien geschah das in 36,8 % der kritischen Antworten, obwohl allein fast niemand Fehler machte. Gleichzeitig blieben zwei Drittel der Antworten richtig, und ein Viertel der Personen gab nie nach.
- Wie groß muss eine Gruppe sein, damit Konformität entsteht?
- Bei Asch wirkte eine einzelne Gegenstimme kaum, zwei Personen führten zu 12,8 % Fehlern, ab drei war die volle Wirkung von rund einem Drittel erreicht. Größere Mehrheiten bis 15 oder 16 Personen wirkten nicht stärker. Entscheidend war, dass die Mehrheit einstimmig auftrat.
- Was passiert, wenn eine Person der Mehrheit widerspricht?
- Ein einziger Verbündeter, der richtig antwortet, senkte bei Asch den Anteil der Fehler von 32 auf 5,5 %. Wechselte dieser Verbündete später zur Mehrheit, stieg der Wert wieder auf 28,5 %. Die Einstimmigkeit ist also wichtiger als die Größe der Gruppe.
- Kann ich das Experiment in der App selbst machen?
- Ja, als verkürzten Selbstversuch mit zwölf Durchgängen. Da du ahnst, worum es geht, ist dein Ergebnis kein echter Test, aber der Druck der Blicke ist spürbar. Danach stellst du im Baukasten Gruppengröße, Verbündeten und Antwortart ein und vergleichst mit Aschs Daten.
Fach: Psychologie
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