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Netzplan live

Über diese App

Vorwärts- und Rückwärtsrechnung laufen als Welle durch den Netzplan des Projekts Lumen, synchron zum Gantt-Diagramm. Ändern Sie Dauern und sehen Sie, wann Puffer aufgebraucht sind und der kritische Pfad springt.

Mit Erklärmodus: Ein KI-Tutor führt dich durch die App, zeigt in der Szene, worauf es ankommt, und beantwortet deine Fragen.

Vorwärts- und Rückwärtsrechnung

Die Netzplantechnik berechnet aus Dauern und Abhängigkeiten die frühesten und spätesten Anfangs- und Endzeiten jedes Vorgangs. Die Vorwärtsrechnung liefert FAZ und FEZ: Ein Vorgang beginnt, sobald der letzte Vorgänger fertig ist. Die Rückwärtsrechnung liefert SAZ und SEZ vom Projektende aus. Die Differenz ist der Gesamtpuffer. Vorgänge mit Puffer null bilden den kritischen Pfad, jede Verzögerung dort verschiebt das Projektende. Vorgänge mit Puffer dürfen sich verspäten, bis der Puffer aufgebraucht ist.

Was die App zeigt

Das Fallprojekt Lumen (fiktiv) besteht aus zehn Vorgängen A bis J mit Dauern von drei bis neun Wochen. Die Rechnung läuft als Welle durch das Netz. Das Projektende liegt in Woche 28, der kritische Pfad ist A-B-E-F-G-H-I, die Puffer betragen bei C zwei, bei D vier und bei J zwei Wochen. Eine Liste zeigt alle sechs Pfade mit ihrer Länge. Netzplan und Gantt-Diagramm lassen sich einzeln oder gemeinsam anzeigen, eine Linie markiert die Messe in Woche 30.

Selbst ausprobieren

Verlängern Sie Vorgang D um fünf Wochen und beobachten Sie, wie der Puffer von vier Wochen aufgebraucht wird und der kritische Pfad auf A-D-G-H-I umspringt. Verzögern Sie C um zwei und D um vier Wochen: Dann sind drei Pfade gleich lang, und es gibt keinen einzelnen kritischen Vorgang mehr. Verkürzen Sie Vorgang E um drei Wochen und prüfen Sie, ob das Projekt tatsächlich früher endet. Das zeigt, warum Beschleunigung nur auf dem kritischen Pfad wirkt.

Häufige Fragen

Was ist der kritische Pfad?
Der kritische Pfad ist die längste Kette abhängiger Vorgänge von Projektstart bis Projektende. Seine Vorgänge haben keinen Gesamtpuffer. Verzögert sich ein Vorgang auf diesem Pfad, verschiebt sich das Projektende um dieselbe Zeit. Ein Netzplan kann mehrere kritische Pfade haben.
Wie berechnet man den Gesamtpuffer?
Der Gesamtpuffer ist die Differenz zwischen spätestem und frühestem Anfang (SAZ minus FAZ) oder zwischen spätestem und frühestem Ende (SEZ minus FEZ). Er sagt, um wie viele Zeiteinheiten sich ein Vorgang verzögern darf, ohne das Projektende zu verschieben.
Warum hilft es nicht, einen Vorgang mit Puffer zu beschleunigen?
Das Projektende bestimmt die längste Kette. Ein Vorgang mit Puffer liegt auf einem kürzeren Pfad. Wird er schneller, wächst nur sein Puffer, das Ende bleibt gleich. Sinnvoll ist Beschleunigung (Crashing) auf dem kritischen Pfad, bis ein zweiter Pfad gleich lang wird.
Welche Vorgänge und Werte nutzt die App?
Die App rechnet mit einem erfundenen Fallprojekt aus zehn Vorgängen, einfachen Ende-Anfang-Beziehungen und Dauern in Wochen. Wartezeiten, Überlappungen und Ressourcengrenzen kommen nicht vor. Die Berechnung folgt dem klassischen Verfahren der Critical-Path-Methode.

Fach: Projektmanagement

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